Die Marke und Social Media

Die Marke und Social Media

WERKSTATTWISSEN | ARTIKEL 6

«Was, Sie haben noch keinen Xing Account?» «Und twittern tun Sie auch noch nicht?» Gehören Sie auch zu jenen, die sich das immer wieder anhören müssen, weil sie sich bisher noch nicht so intensiv mit den Social Medias befasst haben? Fakt ist: Wenn man die sozialen Medien richtig nutzt, sind diese ein ideales Medium um seine Marke zu etablieren.

Die Marke wird durch den richtigen Einsatz und die korrekte Ansprache der Zielgruppe über die sozialen Medien bekanntgemacht und manifestiert. Sie können so Ihre Marke aufbauen und etablieren. Unterstützend wirkt es, wenn Sie Ihre Follower persönlich kennen lernen, indem Sie auch Veranstaltungen besuchen, die über diese Medien angepriesen werden. Es braucht nicht viel, aber es muss überlegt und geplant sein.

Fünf Schritte für einen erfolgreichen Markenauftritt in Social Media.

1. Markt beobachten

Es gibt diverse Tools, um die verschiedenen Medien wie Facebook, XING, Twitter usw. zu beobachten. Finden Sie heraus, wo sich Ihre Zielgruppe austauscht und trifft. Eröffnen Sie Konten auf den wichtigsten Plattformen und sichern Sie sich Ihren gewünschten Namen. Das ist nun der richtige Zeitpunkt, um die Strategie zu definieren und bringt uns zum Punkt zwei.

2. Strategie erstellen

Sie kennen nun Ihre Zielgruppe und haben die Profile erstellt. Nun sollten Sie definieren, was Sie Ihrer Zielgruppe zu sagen haben. Stellen Sie sich dabei folgende Fragen: Wie möchte ich wahrgenommen werden? Wie kann ich meiner Zielgruppe einen Mehrwert liefern? Gehen Sie Kontakte ein, die für Sie und Ihre Marke relevant sind. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Kontakte zu haben, sondern für Ihre Ansprüche qualitativ möglichst hochwertige. XING und LinkedIn bleiben professionell, bei Facebook und Twitter darf es etwas persönlicher sein. Aber nicht plump und zu intim werden… Das kann ins Auge gehen.

3. Auftritt gestalten

Achten Sie darauf, dass alle Ihre Profile möglichst Ihrem CD entsprechen. Benutzen Sie überall das gleiche Foto, Logo oder Bild, das Ihrem CD entspricht, so erreichen Sie eine hohe Wiedererkennung für Ihre Kontakte. Das Foto sollte Sie gut darstellen, damit man Sie in der realen Welt wiedererkennt. So haben Sie ein Maximum an Kontaktpunkten, was den Bekanntheitsgrad fördert. Bei XING und LinkedIn können Sie nur mit Ihrem Logo und Foto arbeiten. Mit Twitter und Facebook haben Sie mehr Möglichkeiten, die Seiten zu gestalten.

4. Kommunikation

Wenn alles bereit ist, dann fangen Sie doch einfach mal an. Knüpfen Sie Kontakte. Twittern sie los, aber beachten Sie die bitte die Netiquette. Verhalten Sie sich stets so, als wären Sie im persönlichen Gespräch. Fallen Sie negativ auf, verlieren Sie Kontakte und Followers und das kann sich dann negativ auf Ihre Marke auswirken. Halten Sie Ihre Kontakte auf dem Laufenden, erzählen Sie von persönlichen Erlebnissen, von denen die Followers profitieren können. Ihre Marke kann so informativ, unterhaltend und erlebbar sein. Verknüpfen Sie die Online-Plattformen mit Ihrer Website, Ihrem Blog oder anderen Plattformen, um eine möglichst hohe Interaktivität zu gewährleisten.

5. Strategie überprüfen

Messen und überprüfen Sie stets Ihre Aktivitäten, auch dafür gibt es unzählige Tools. Falls der gewünschte Erfolg nicht eintritt, beobachten Sie Ihre Zielgruppe genauer. Passen Sie Ihre Strategie an. Versuchen Sie vielleicht neue Wege und neue Tools. Sie werden sehen, dass sich mit der Zeit etwas ändert. Es kann auch sein, dass Sie gewisse Anfragen ablehnen müssen. Löschen Sie Plattformen, die nichts bringen, und konzentrieren Sie sich auf die aktivsten.

PS: Nehmen Sie auch an Aktivitäten teil, wo Sie Menschen real treffen. Das gibt Ihrer Marke noch den letzten Schliff. Nehmen Sie immer genügend Visitenkarten mit.
Diese Tipps basieren auf meinen eigenen Erfahrungen und sind keine Garantie für den effektiven Erfolg. Bei mir hat’s jedenfalls geholfen, meine Agentur innert kürzester Zeit bekanntzumachen und ich profitiere bereits von der Mundpropaganda.

Akquise – ein nötiges Übel? Das muss nicht sein.

Akquise – ein nötiges Übel? Das muss nicht sein.

WERKSTATTWISSEN | AUSGABE 5

Im Gespräch mit Kunden und Partnern fällt immer wieder das Stichwort «Akquise». Für viele ist sie ein ungeliebtes Übel der täglichen Arbeit. Doch eigentlich ist Akquise gar nicht so eine Hexerei. Wenn man es richtig angeht, stellt sich der Erfolg ein. Die einfachste Form der Kaltakquise ist die Telefon-Akquise. Nachfolgend fünf Tricks, die ich selber erfolgreich ausprobiert habe.

Ausgangslage: Sie sind fachlich qualifiziert und kennen Ihre Produkte oder Dienstleistungen aus dem Effeff. Nichtsdestotrotz ist der Erfolg am Telefon nur sehr begrenzt und die Telefonate dauern nicht länger als eine Minute. Obwohl die Telefon-Akquise die wirkungsvollste Methode ist, kennt das jeder Unternehmer – der Erfolg lässt auf sich warten. Mit guter Vorbereitung und einer positiven Einstellung kann man mit dieser Methode jedoch erfolgreich Gespräche führen. Wie überzeugen Sie Ihren zukünftigen Kunden? Hier die angekündigten fünf Tipps:

1. Informieren heisst recherchieren

Bevor Sie überhaupt den Hörer in die Hand nehmen, kommt die Vorbereitung. Recherchieren Sie Ihre Zielgruppe oder die Unternehmen, die Sie anrufen möchten. Finden Sie die Namen der Geschäftsleitung heraus (und zwar Vorname und Nachname). Machen Sie sich kurz vertraut mit den Dienstleistungen des Unternehmens. Setzen Sie sich mit dem Unternehmen auseinander und finden heraus, was es gut macht, picken Sie positive Aspekte heraus. Notieren Sie sich die wichtigsten Informationen.

2. Ziele definieren

Sie haben sich die Informationen zusammengestellt. Nun ist es wichtig, dass Sie Ziele definieren. Was kann ich meinem Gesprächspartner bieten? Was hat meine Zielgruppe für Bedürfnisse? Ein weiteres Ziel wäre vielleicht einen Kundentermin zu erreichen. Das ist übrigens immer ein gutes Ziel… So kann der Gesprächspartner Sie auch persönlich kennenlernen. Und eine persönliche Beziehung hält länger.

3. Telefongespräch strukturieren

Der grosse Vorteil am Telefon ist, dass Sie Ihre Argumente aufschreiben können. Entscheidend ist dabei, dass Ihr Gespräch nicht abgelesen wirkt. Versuchen Sie trotzdem strukturiert vorzugehen, die Notizen sollten also nur stichwortartig sein. So haben Sie einen Leitfaden und führen trotzdem ein persönliches, natürlich wirkendes Gespräch. Vergessen Sie nicht am Telefon zu lächeln, Ihr Gesprächspartner spürt das, auch wenn er Sie nicht sieht.

4. Einwände gekonnt entgegnen

Eines kann ich Ihnen versprechen: Einwände kommen, vor allem weil Ihr Gesprächspartner nicht mit Ihrem Telefon rechnet. Überlegen Sie sich vorher, was für Einwände kommen könnten und bereiten Sie sich auf diese vor. Auf den typischen Einwand «Danke, habe ich schon» können Sie zum Beispiel mit der Gegenfrage reagieren «Was genau haben Sie denn?» oder «Wie zufrieden sind Sie damit?». Mit diesen Fragen können Sie ganz gut einen Anknüpfungspunkt schaffen für Ihr Verkaufsargument. Bringen Sie aber nur die Aspekte oder Vorteile des Produktes oder Ihrer Dienstleistung, mit denen Sie sich hinsichtlich des Einwandes von Ihrer Konkurrenz abheben.

5. Hören Sie zu

Um das Gespräch zu verfolgen und zu steuern ist es wichtig, dass Sie sich konzentrieren und gut zuhören. So können Sie auch die Einwände immer kontern. Seien Sie auf gar keinen Fall schroff. Versuchen Sie für Ihren Gesprächspartner eine positive Atmosphäre zu schaffen, damit er sich beim Gespräch am Telefon wohl fühlt. Und fragen Sie ihn ungeniert, ob er Zeit hat für einen Termin, so können Sie sich austauschen. Ja, über einen Austausch freut sich jeder.

Dann wünsche ich Ihnen viele gute Dialoge. Gehen Sie mit der Einstellung an das Telefon, dass Sie einfach ein gutes Gespräch führen wollen. So sind Sie entspannter und freuen sich darauf.

Herzerwärmende Fakten zum Thema Kaffee

Herzerwärmende Fakten zum Thema Kaffee

WERKSTATTWISSEN | AUSGABE 3

Hätten Sie gerne etwas zu Trinken? Einen Kaffee oder ein Mineralwasser? Jeder von uns hat diese Frage schon gestellt bekommen oder selber schon gefragt.

Wussten Sie, dass die Temperatur des Getränks unsere Wahrnehmung beeinflussen kann? Eine aktuelle Studie von Lawrence Williams von der University of Colorado und John Bargh von der Yale Universität hat den Beweis erbracht. Das Experiment: Je eine Gruppe musste mit einem Glas kalten Getränk und eine andere Gruppe mit einem warmen Getränk in der Hand eine Person aufgrund von Vorabinformationen und einem Gespräch beurteilen.

Das Experiment zeigte auf, dass sich die Personen, die ein warmes Getränk in der Hand hielten, wärmer oder sympathischer über die zu beurteilende Person äusserten. Ganz im Gegenteil die Personen mit dem kalten Getränk: Sie beschrieben die zu beurteilende Person als weniger warm oder sympathisch. Konkret heisst das, dass die Temperatur des Getränks in der Hand die Wahrnehmung über die Personen beeinflusst.

Welche Schlüsse können wir daraus ziehen? Das Hirnareal, das dafür zuständig ist, jemanden wahrzunehmen, wird beeinflusst durch den Reiz, der das kalte oder warme Getränk auslöst. Spannend ist auch, dass dieses Experiment mit allen Probanden das gleiche Ergebnis gezeigt hat. Es betrifft nicht nur einzelne Menschengruppen – jede Wahrnehmung reagiert auf den Tastsinn, sprich auf Kälte oder Wärme.

Interessanterweise beeinflusst das warme Getränke nicht nur unsere Wahrnehmung im Hinblick auf andere Menschen, sondern auch unser eigenes Verhalten. Wie John Bargh in der Studie meint, lässt physische Wärme nicht nur andere Leute sympathischer erscheinen, sondern auch uns selbst grosszügiger und vertrauensvoller werden.

Wie sieht das in der Praxis aus? Sie werden es bei Ihrem nächsten Kundengespräch merken. Wenn Sie dem Kunden oder Gesprächspartner ein warmes Getränk anbieten, wird er mit grosser Wahrscheinlichkeit grosszügiger oder freundlicher auf Sie reagieren. Natürlich ist das nur ein Faktor von vielen. Auch die Chemie oder der erste allgemeine Eindruck müssen stimmen, damit der Gesprächspartner eine positive Meinung von uns bekommt. Trotzdem: Mit einem warmen Getränk kann man eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung beeinflussen.

Fragen Sie das nächste Mal Ihren Kunden vor allem nach einem warmen Getränk, also nach einem Kaffee. Kaffee wird übrigens auch gerne im Sommer getrunken. Im Winter muss unbedingt auch Tee als Alternativgetränk angeboten werden. Sie werden sehen, es funktioniert: Die Gespräche sind mit Sicherheit positiver, erfolgreicher und freundlicher.